Einführung

Liebe Schwestern und Brüder,

mit Freude begrüße ich Sie alle und heiße Sie willkommen auf unserer Homepage.

Am heutigen Sonntag sind wir eingeladen, mutig zu sein. Das heißt, dass wir uns als Christen bekennen sollen, indem wir in der Wahrheit vor den Menschen leben. Denn Gott sieht alles, was wir in der Verborgenheit machen und nur er selbst kann nicht nur unseren Leib vor Gefahr retten, sondern auch und vor allem unsere Seele. Zu diesem Gott wenden wir uns voll Vertrauen und bitten ihn um seine Gnade.

Erste Lesung: Jer 20,10-13

Antwortpsalm: Ps 69,8 u. 10.14.33-34

Zweite Lesung: Röm 5,12-15

Evangelium: „Fürchtet euch nicht“ (Mt 10, 26-33)

Liebe Schwestern und Brüder,

jeder von uns will leben. Er möchte, dass es ihm gut geht: ich will, dass meine Projekte in Erfüllung gehen, ich will gesund bleiben, ich will in der Ruhe leben und vermeide die Probleme; ich will mich geborgen fühlen. Damit ich dieses Ziel erreichen könnte, soll ich sehr vorsichtig sein. Vorsichtig zu sein ist gut, aber dies soll nicht die Wahrheit opfern. Darum sagt uns Jesus heute: „Fürchtet euch nicht vor den Menschen“.

Natürlich möchte ich leben und in Ruhe mit den Mitmenschen sein. Ich möchte, dass alle sehen, dass ich ein guter Mensch bin. Aber die Gefahr ist leider, oberflächlich zu werden. Alles, was ich mache, mache ich einfach so, ohne Überzeugung, nur wegen der Menschen. Ich habe keinen Mut, die Wahrheit zu sagen, da diese manchmal verletzt. Mein Freund oder mein Mann/meine Frau hat nicht gut gehandelt, er/sie hat zum Beispiel jemanden beleidigt, aber ich habe keinen Mut ihm/ihr zu sagen, dass das, was er getan hat, nicht gut ist. Ich habe Angst, ihn zu verlieren! Heute sagt uns Jesus, dass dies nicht gut ist. Es ist besser, ihn zu verlieren anstatt selbst in die Hölle zu gehen.

In der Wahrheit zu leben braucht den Mut. Ich möchte mich bemühen, nur dem Beispiel Jesu zu folgen. Ich möchte das Gute überall tun. Jeden Sonntag möchte ich in die Kirche gehen. Die Botschaft, die ich dort höre, möchte ich nicht für mich selbst behalten, sondern ich werde diese auch weiter verkünden durch mein Leben im Alltag. Ich möchte das Licht zu den Menschen bringen. Und wie schaffe ich das? Indem ich denjenigen, die böse sind, zu ihren bösen Taten sage :  „Was du gemacht hast, ist nicht gut. Kennst du nicht die zehn Gebote? Weißt du nicht, dass Lügen nicht gut ist? Weißt du nicht, dass stehlen nicht gut ist? Weißt du nicht, dass das Hassgefühl nicht christlich ist? Hast du vergessen, dass Jesus uns das neue Gebot der Liebe hinterlassen hat?“

Es kann für uns selbst gefährlich werden, aber Jesus sagt uns, dass Gott uns bewahrt und für uns die Himmel vorbereitet. Denn die Menschen können unseren Leib töten, aber nicht unsere Seele. Aber nur Gott allein kann nicht nur den Leib töten, sondern auch die Seele. Darum sollten wir nicht Angst vor den Menschen haben, sondern und vor allem vor Gott. Angst vor ihm zu haben bedeutet für uns alle in der nächsten Liebe zu leben. Wir bitten ihn um seinen Heiligen Geist, damit wir dieses Ziel erreichen. Amen.

                                                                                                                                                            Jean-Renaud Lubiangenu