Einführung

Liebe Schwestern und Brüder,

ich begrüße Sie und freue mich, dass Sie unsere Homepage besuchen.

Heute ist mein Abschiedsgottesdienst und ich bin sehr dankbar über die Zeit, die ich mit Ihnen verbringen durfte. Ohne Sie hätte ich dies nicht geschafft!

Darum finde ich das heutige Evangelium wichtig: Jesus über alles zu lieben.

Wenn wir ihn lieben, können wir die täglichen Schwierigkeiten in seinem Namen tragen und können uns auch beistehen. Dies ist unser Anliegen, das wir heute vor ihn tragen.

Erste Lesung: 2 Kön 4,8-11.14-16a

Antwortpsalm: Ps 89,2-3.16-17.18-19

Zweite Lesung: Röm 6,3-4.8-11

Evangelium: „Gastfreundschaft“ (Mt 10,37-42)

Liebe Schwestern und Brüder,

die Predigt zum Abschiedsgottesdienst, was kann ich Ihnen sagen? Abschied zu nehmen ist nicht einfach. Wir kennen uns schon fast 8 Jahre, seit ich Priester von Lenningen geworden bin!

Hier habe ich viel gelernt und weiß jetzt, wie es geht! Dafür bin ich sehr dankbar. Wie bin ich hier gekommen? Ich wurde gesandt, da Lenningen dringend einen Priester brauchte und ich wurde sehr  freundlich empfangen. Nochmals bin ich dafür sehr dankbar!

Ich war da für Sie und Sie waren auch da für mich. So sollten wir als Christen, als die Gemeinde des Herrn, leben. Der Priester trägt den Glauben der Gläubigen und ist auch vom Glauben der Gläubigen getragen. So können wir die Botschaft vom heutigen Sonntag verstehen. Die erste Lesung und das Evangelium helfen uns, diese Botschaft zu verstehen.

Wir sind die Gemeinde des Herrn. So hatte ich es fast jedesmal betont. Eine Person kann keine Gemeinde bilden. Auf unserem Bus ist es so geschrieben: „Man glaubt nicht allein“. Wir sind zusammen im Namen unseres Herrn Jesus Christus. Dieser Jesus ist der erste, der uns im Glauben gerufen hat und uns seine vielfältige Gnade schenkt.

Diese Gnade sollten wir nutzen, um unsere Gemeinschaft zu stärken. Von ihm kommt alles und wenn wir mit ihm sind, dann haben auch wir alles und können so die Schwierigkeiten dieses Lebens ertragen.

Meine Familie ist allein sein Geschenk: dieses Kind, dieser Mann, diese schöne Frau kommt nur von Jesus allein. Dafür bin ich sehr dankbar, er hat mir alles gegeben.

In diesem Zusammenhang ist das heutige Evangelium zu verstehen: Jesus über die Familie zu lieben heißt, dass alles von ihm kommt und nur er selbst uns die Zukunft schenken kann. Wenn ich will, dass es meiner Familie gut geht, dann soll ich auf Jesus Christus zählen.

In diesem Glauben bin ich nicht allein. Ich habe nicht nur andere Mitchristen, sondern auch die Verkünder dieser Botschaft. Hierbei kann ich an alle Priester, Diakone und Gemeindereferenten/innen denken. Diese Leute kommen im Namen Jesu Christi und sollten von Ihrem Glauben getragen werden.

Hier finde ich die erste Lesung wichtig: Die Frau hat Elischa bei sich empfangen und der Prophet hat ihr ein Kind versprochen. Das heißt, dass jeder von uns wichtig ist. Der Priester ist für Sie da, aber Sie sollten ihn freundlich empfangen. Und das Evangelium spricht auch davon: „Wer euch aufnimmt, der nimmt mich auf, und wer mich aufnimmt, nimmt den auf, der mich gesandt hat“. Jemanden aufzunehmen ist nicht nur ein Zeichen der Menschenwürdigkeit, sondern auch eines des Christseins. Darum sollten wir freundlich mit allem sein, denn dadurch bekommen wir die Gnade Gottes und können gute Erinnerungen hinterlassen. Amen.

                                                                                                                                                           Jean-Renaud Lubiangenu