Einführung

Liebe Gemeinde,

ich begrüße Sie ganz herzlich und wünsche Ihnen alles Gute in dieser schwierigen Zeit.

Ich vermisse sie sehr. Darum finde ich heute eine wichtige Botschaft für uns an diesem dritten Sonntag der Osterzeit: bleiben wir zusammen, geben wir unsere Hoffnung nicht auf, die Krise hat nicht das letzte Wort.

Zu diesem Jesus, der den Tod besiegt hat und seine Jünger nicht in der Entmutigung lässt, bringen wir alle unsere Sorgen und bitten ihn um seine Hilfe.

Erste Lesung: Apg 2,14.22b-33

Antwortpsalm: PS 16 (15)

Zweite Lesung: 1 Petr 1,17-21

Evangelium „Nicht die Hoffnung aufgeben“ Lk 24,13-35

Liebe Schwestern und Brüder,

wie kann man allein zu Hause Ostern feiern ohne Gottesdienst? Die Korona-Krise hat unsere Gewohnheit verändert und uns irgendwie einsam gemacht.

Wie kann man in diesem Zusammenhang die Botschaft der Auferstehung verstehen? Der Heilige Lukas möchte uns an diesem dritten Ostersonntag dabei helfen.

In der Tat sind die Emmaus-Jünger ein Bild der Ungläubigen und entmutigten Menschen. Wir hatten an Jesus geglaubt, dass er uns von aller Schwierigkeit befreit. Aber leider ist dies vorbei. Alles ist schiefgegangen. Wir haben keine Hoffnung mehr und jetzt verlassen wir Jerusalem und denken an andere Dinge.

Aber Jesus lässt sie nicht allein in dieser Lage der Traurigkeit und Hoffnungslosigkeit. Er kommt ihnen entgegen und begleitet sie. Er hilf ihnen zu verstehen, was die Schrift über ihn gesagt hatte: "musste nicht der Christus das erleiden und so in seine Herrlichkeit gelangen?"

Wie die Emmaus-Jünger sind wir auch heute! Diese Korana-Krise hat alles verändert und macht uns traurig, dass es uns manchmal schwer fällt, die Osterbotschaft zu verstehen. Aber die Hoffnung lässt uns nicht zugrunde gehen (Röm 5,5)! Wir hoffen, dass Jesus uns nicht allein lässt. Er begleitet uns und hilft durch sein Wort, damit wir verstehen, dass diese Krise nicht ewig bleibt und wir bald in Gemeinschaft zusammen feiern werden.

In diesem Sinn sollten wir diese Zeit nutzen, um für uns selbst, für unsere Familien und für die ganze Welt zu beten, damit Jesus uns in dieser Zeit begleitet und uns von diesem bösen Virus befreit.

Wir bleiben verbunden im Gebet im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Jean Renaud Lubiangenu