Einführung

Liebe Schwestern und Brüder,

ich begrüße Sie alle und wünsche ihnen viel Gesundheit und Mut im Namen unseres Glaubens an Jesus Christus. Denn er ist der gute Hirte, der jeden von uns kennt und bereit ist, sich für uns zu opfern, damit wir Leben in Fülle haben. Um dieses Leben in Fülle möchten wir ihn heute bitten, damit wir diese schwierige Zeit so schnell wie möglich bestehen können.

Erste Lesung: Apg 2,14a.36-41

Antwortpsalm: Ps 23,1-3.4.5.6

Zweite Lesung: 1 Petr 2,20b-25

Evangelium Die Stimme des Herrn hören (Joh 10,1-10)

Liebe Schwestern und Brüder,

wir feiern heute den Sonntag des guten Hirten und der Heilige Johannes hat uns geholfen, dieses Thema zu verstehen.

In der Tat ist uns dieses Bild vom Hirten fast schon fremd geworden, da es nicht zu unserem Alltag gehört. Aber für die Menschen von damals war es sinnvoll, solche Gleichnisse zu nutzen. Da es zu ihrer Realität gehörte.

Natürlich ist der Hirte für die Schafe da, muss sie weiden, sich um sie kümmern, damit sie in der Sicherheit bleiben und ihnen nichts Schlimmes passiert. Er ist sogar bereit, sie vor den wilden Tieren zu verteidigen und dadurch sein eigenes Leben zu opfern. So war Jesus. Wenn wir sein Leben anschauen, werden wir sehen, dass er für uns Menschen da war. Er hat überall Gutes getan. Er hat sich für uns am Kreuz geopfert, damit wir dieses Leben in Fülle haben. In ihm sind wir schon erlöst.

Dieser gute Hirte sucht nicht seinen eigenen Vorteil, sondern nur den der Schafe. Die Schafe hören seine Stimme, sie kennen ihn und er kennt auch jedes von ihnen. Die anderen, die vor ihm gekommen sind, sind Diebe und suchen nur ihren eigenen Vorteil. Darum opferten sie die Schafe. Hier können wir an die Pharisäer und Schriftgelehrten denken, die den ersten Platz einnahmen und das Volk ausbeuteten. Das Gegenteil war Jesus, er war demütig und hat die Menschen bedient.

Die Stimme des Herrn zu hören, bedeutet, dass wir ihn als Vorbild nehmen; dass wir uns gegenseitig lieben, wie er uns geliebt hat; dass wir den anderen dienen, wie er den Menschen gedient hat; dass wir uns verzeihen, wie er am Kreuz gesagt hat: "Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun" ( Lk 23,34).

Diesen Jesus, der gekommen ist, damit wir das Leben in Fülle haben; diesen Jesus, der jeden von uns kennt und der uns beim Vater beisteht, bitten wir voll Vertrauen, dass er uns von dieser schwierigen Zeit erlöst, damit wir wirklich dieses Leben, das sein Geschenk ist, genießen dürfen. Amen.

                                                                                                                                                            Jean Renaud Lubiangenu