Einführung

Liebe Schwestern und Brüder,

wir freuen uns, dass wir uns in der kommenden Woche im Gottesdienst wieder treffen werden.

Und das heutige Evangelium ermutigt uns, den Glauben nicht aufzugeben, denn Jesus geht uns voraus und kommt wieder, um uns zu holen, damit wir da sein werden, im Hause seines Vaters.

Zu diesem Jesus kommen wir voll Vertrauen und bringen ihm, was uns belastet, besonders in dieser Zeit der Corona-Krise.

Erste Lesung: Apg 6,1-7

Antwortpsalm: Ps 33,1-2.4-5.18-19

Zweite Lesung: 1 Petr 2,4-9

Evangelium: „Glaubt an den Vater und glaubt an mich“ (Joh 14,1-12)

Liebe Schwestern und Brüder,

heute hören wir ein ermutigendes Wort: "Euer Herz lasse sich nicht verwirren". Wir befinden uns vor dem Leiden, dem Tod und der Auferstehung Jesu.

Er möchte seine Jünger im Voraus ermutigen, dass sie den Glauben nicht verlieren, wenn die schwierige Zeit kommt, die Zeit des Leidens und des Todes. Dies soll uns nicht den Glauben wegnehmen, da die Auferstehung und die Himmelfahrt kommen.

Diese Zeit des Todes, der Krankheit und der Unsicherheit, diese Zeit erleben wir auch in dieser Corona-Krise. Wir sind unsicher geworden und wissen nicht, wie es weitergeht, kein Vertrauen mehr, denn wir können nichts planen: „Wie lange dauert diese Krise? Werde ich persönlich betroffen sein? Ich muss sehr vorsichtig sein und die Vorsichtsmaßnahmen respektieren“.

Sich solche Fragen zu stellen, ist normal, da wir Menschen sind. Darauf antwortet Jesus: "Glaubt an Gott und glaubt an mich". Anders gesagt: Gott hat die Kontrolle über die Situation und mit ihm, den wir durch Jesus sehen und kennen, haben wir keinen Grund, Angst zu haben. Denn er kennt persönlich unsere Situation und wird uns nicht im Stich lassen.

Darum ist es sehr wichtig, diese Krisenzeit zu Gott zu bringen. Wir denken an alle kranken und einsamen Menschen, wir denken an alle, die unter Hunger und Armut leiden - dass sie die Hoffnung nicht aufgeben, denn Gott kennt ihre persönliche Situation.

Wir bitten, dass Gott uns hilft, diese Situation zu bewältigen, damit wir die Freude, die er uns verheißen hat, wirklich erleben. Besonders denken wir an alle Toten dieser Krise und bitten für sie, dass Jesus ihnen die verheißene Wohnung bei seinem Vater schenken möge. Amen.

                                                                                                                                                            Jean Renaud Lubiangenu