Einführung

Liebe Schwestern und Brüder,

ich begrüße sie und heiße sie willkommen auf unserer Homepage.

Wir freuen uns, das heutige Evangelium zu betrachten. Jesus gibt uns Mut, indem er uns sagt, dass er uns nicht als Waisen lässt, sondern unter uns bleibt durch seinen Heiligen Geist, den Geist der Wahrheit. Als Getaufte und Gefirmte sind wir von diesem Geist erfüllt und sind dadurch berufen, die Gebote Jesu zu halten, indem wir unsere Mitmenschen lieben.

Darum sollen wir heute erneut Gott um die Gabe der Liebe bitten, damit wir unseren Auftrag erfüllen. Denn dadurch kann die Welt erkennen, dass wir die Jünger Jesu sind.

Erste Lesung: Apg 8,5-8.14-17

Antwortpsalm: Ps 66,1-3.4-5.6-7.16.20

Zweite Lesung: 1Petr 3,15-18

Evangelium: „Ich bin nicht allein“ (Joh 14,15-21)

Liebe Schwestern und Brüder,

die Zeit ist nicht einfach. Es ist Mai und die Sonne scheint, aber wir können nichts planen, da die Corona-Krise alles verändert hat.Seit dem 15.03., als wir den letzten Gottesdienst gefeiert haben, war es schwer, uns als Gemeinde des Herrn in der Kirche zu begegnen, um unsere Gemeinschaft und die Gemeinschaft mit Gott zu feiern.Wir sind froh, dass wir uns jetzt wieder treffen dürfen. Ich bitte sie, die Vorsichtsmaßnahmen immer zu respektieren, da das Risiko noch nicht ganz vorbei ist.

Jesus sagt uns, dass wir nicht allein sind. Das heutige Evangelium hilft uns dabei.

Jesus, der Sohn Gottes, der in die Welt gekommen ist, hat den Tod schon besiegt. Er geht bald zu seinem Vater. Er erinnert uns, dass er uns nicht als Waisen lässt. Er bleibt in und unter uns durch seinen Heiligen Geist, den Geist der Wahrheit. Dieser Geist wird uns zur ganzen Wahrheit führen. Die Wahrheit ist, dass Gott die Liebe ist, und wer liebt, in Gott ist und Gott in ihm.

Darum sind wir heute eingeladen, dieses Gebot, das Gebot der Liebe zu halten, denn dadurch kann die Welt erkennen, dass wir die Jünger Jesu sind. Als Jünger Jesu, das heißt, wenn wir uns gegenseitig lieben, sind uns Jesus und sein Vater nicht fern. Sie sind uns nahe und sind bereit, uns zu helfen, jedes Mal, wenn wir in Not sind.

Natürlich wir sind jetzt in Not. Diese Krankheit erschreckt uns. Immer und überall spricht man davon. Aber es ist für uns auch die Zeit, dieses Gebot der Liebe umzusetzen. Denn gute Freunde sind erkennbar in schwierigen Zeiten. Wenn wir zusammen bleiben, wenn wir uns gegenseitig unterstützen und uns helfen, dann können wir diese Zeit bewältigen. Gemeinsam sind wir stark.

Wir bitten Gott um seine Gabe der Liebe, damit wir nicht nur ihn lieben, sondern auch unseren Mitmenschen. Amen.

                                                                                                               Jean Renaud Lubiangenu