Einführung

Liebe Schwestern und Brüder,

zum Pfingstsonntag begrüße ich sie alle herzlich und freue mich, dass sie unsere Homepage besuchen.

Am Pfingsttag hatten die Jünger den Heiligen Geist empfangen und hatten nicht mehr Angst, sie sind nicht mehr in einem geschlossenen Haus, sondern sie gehen nach draußen, um die frohe Botschaft Jesu zu verkünden. Dies feiern wir heute. Wir feiern unsere Identität als Christen, als Kirche Gottes: Ich, wir sind Gesandte Gottes. Zu diesem Gott wenden wir uns voll Vertrauen und bitten ihn um seine Kraft von Oben, damit wir diesen Auftrag besser erfüllen.

 

Erste Lesung: Apg 2,1-11

Antwortpsalm: Ps 104,1-2.24-25.29-30.31 u. 34

Zweite Lesung: 1 Kor 12,3b-7.12-13 oder Röm 8,8-17

Evangelium: „Meine Identität als Christ, unsere Identität als Kirche Gottes“ (Joh 20,19-23)

Liebe Schwestern und Brüder,

dieses Jahr war es anders. Wir konnten uns in der Osternacht nicht versammeln um den Sieger des Lebens über den Tod. Wir konnten nicht das Osterfeuer entzünden, in die dunkle Kirche nur mit dem Licht der Osterkerze eintreten, um feierlich mit dem Exsultet das Osterfest zu eröffnen. Es war anders. Aber Gott sei Dank können wir jetzt gemeinsam das Pfingstfest feiern und dafür sind wir sehr dankbar.

Das Pfingstfest ist ein Fest meiner Identität als Christ, ein Fest unserer Identität als Kirche Gottes. Und die heutigen Lesungen erklären uns das. Natürlich waren die Jünger nach dem Karfreitag schockiert und traumatisiert. Dies war und ist noch unsere Situation in dieser Zeit des Coronavirus. Aber Jesus hatte schon alles im Voraus gesagt: Er lässt uns nicht alleine als Waisen, sondern schickt uns einen anderen Beistand, der uns zur ganzen Wahrheit führt. Darum sollten wir in der Einheit bleiben und mit und füreinander beten. Die Jünger und Maria hatten daran geglaubt und die Gemeinschaft gepflegt. Sie bekommen heute den Heiligen Geist, der ihnen den Mut gibt, diese frohe Botschaft nicht für sich selbst zu bewahren, sondern dies allen Menschen zu verkünden. In Jesus Christus und durch die Wirkung des Heiligen Geistes sind wir ein Volk geworden. Unter uns gibt es keinen Unterschied mehr. Wir alle können uns verstehen und jeder bringt seine Gabe, um unsere Gemeinschaft zu stärken. Dies ist unser Auftrag nicht nur als Christen, sondern auch alles Kirche. Wir sind die GEMEINDE DES HERRN.

Johannes spricht von dem Pfingsten am Osterabend. Was kann es für mich als Christ, für uns alle als Kirche bedeuten? Dies bedeutet, dass wir nicht warten sollten.  Unsere Auferstehung beginnt schon jetzt, indem wir Gutes tun. Dann können wir schon den Frieden stiften und dadurch unsere Gemeinschaft stärken. Dann können wir uns gegenseitig verzeihen und uns unterstützen. Dadurch werden die anderen bemerken, dass wir an Jesus Christus glauben. Sie können sich bekehren und selbst Christen werden. Aber nur durch die Wirkung des Heiligen Geistes. Um diese Kraft, die alles verändern kann, bitten wir heute, damit wir dieses Ziel erreichen können. Amen.

                                                                                                                                                            Jean Renaud Lubiangenu